CMD

Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion – Kiefergelenksbeschwerden

Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion

Die orthopädisch adjustierte (= eingestellte) Aufbiss-Schiene (OAS)

– eine Hilfe gegen Schmerzen!

Die Symptome einer CMD können sehr unterschiedlich sein. Darum nehmen wir uns viel Zeit für die genaue Diagnostik und Anfertigung Ihrer Aufbiss-Schiene, die individuell angepasst wird. 

Bereits seit über 20 Jahren werden in unseren Praxen Kiefergelenksbeschwerden und Fehlbisslagen sehr erfolgreich durch orthopädisch adjustierte Aufbiss-Schienen behandelt. 

 

Funktionelle Verbiegungen der Wirbelsäule (skoliotische Wirbelsäulenfehlhaltungen) oder ein funktioneller Beckenschiefstand (variable Beinlängendifferenz) können evtl. alleine durch eine Änderung der Bisslage verbessert, im Idealfall behoben, werden.

 

Weitere mögliche Wechselwirkungen zwischen dem Kiefergelenk, der Wirbelsäule und dem Becken bis hin zu den Füßen müssen dabei immer in einem gesamtheitlichen, individuellen Behandlungskonzept mitberücksichtigt werden.

 

„Die Wirbelsäule zwischen Kopf und Fuß“ bedeutet, dass vergleichbar mit einem feinem Uhrwerk alle Zahnräder (die Bio-Mechanik unseres Körpers) aufeinander abgestimmt sein und einwandfrei funktionieren müssen, um einen bestmöglichen Behandlungserfolg erzielen zu können.

craniomandibuläre Dysfunktion Aufbissschiene

Von dem Orthopäden/Osteopathen wird über eine Behandlung der Kiefergelenke eine möglichst entspannte Position der Wirbelsäule ermittelt. Daraus ergibt sich oft eine veränderte Position des Unterkiefers gegenüber dem Oberkiefer.

Mit Hilfe der individuell angefertigten und angepassten Aufbiss-Schiene wird diese neue Bisslage eingestellt und gehalten.

Diese Schiene, die über den Zähnen des Unterkiefers getragen wird (selten des Oberkiefers), führt somit zu einer Veränderung der Stellung der Kiefergelenke mit einem direkten und indirekten Einfluss auf die Bio-Mechanik unseres gesamten Körpers.

Zunächst wird die orthopädisch/osteopathisch adjustierte Aufbiss-Schiene über mehrere Wochen 24 Stunden am Tag getragen. In dieser Zeit verändert der Zahnarzt und/oder Kieferorthopäde unter orthopädischer – osteopathischer Kontrolle immer wieder die Aufbiss-Schiene und passt sie fortlaufend an den Fortschritt der Therapie an.

Wir arbeiten in einem dynamischen, sich ständig verändernden System des menschlichen Körpers. Durch die Aufbiss-Schiene setzen wir immer wieder einen gezielten therapeutischen Reiz und warten auf die Reaktion Ihres Körpers.

Osteopathie, Physiotherapie (Krankengymnastik), Eigentraining des Patienten und vor allem auch eine sinnvolle Sportausübung helfen die Bewegungsabläufe, die Koordination und die Körperstatik wieder zu verbessern. Die Notwendigkeit einer logopädischen Behandlung wird zusätzlich überprüft.

Die Aufbiss-Schiene muss diesen Veränderungen des Körpers Rechnung tragen und deshalb in einem ca. 14-tägigen Abstand an den Therapiefortschritt fortlaufend angepasst werden.

Am Ende des ersten Behandlungsabschnittes, der sog. Einstellphase, steht der Unterkiefer mit dieser speziellen Aufbiss-Schiene in einer neuen, neutralen Position zum Oberkiefer, so dass selbst bei festem Biss keine negativen Einflüsse mehr auf z.B. die Wirbelsäule und/oder andere wichtige Strukturen im menschlichen Körper übertragen werden.

Nach durchschnittlich 6-8 Monaten ist im Regelfall die Einstellung der Aufbiss-Schiene abgeschlossen (Einstellphase). Nach einem weiteren Zeitraum von 6 Monaten (Haltephase) kann, bei weiterhin anhaltendem Behandlungserfolg, die Tragezeit der Aufbiss-Schiene tagsüber langsam reduziert werden. In Idealfall die Aufbiss-Schiene dann nur noch zum Schlafen getragen, ansonsten je nach Bedarf auch weiterhin zeitweise untertags.

Wie geht es nach der Schienentherapie weiter?

Die einfachste Lösung:

Zum Schutz des Behandlungserfolges sollte nachts die Aufbiss-Schiene weiterhin konsequent getragen werden, als „Pyjama für die Zähne“. Verlaufskontrollen sind alle 4-6 Monate notwendig. Die Aufbiss-Schiene wird vom Orthopäden/Osteopathen und Zahnarzt/Kieferorthopäden gemeinsam kontrolliert und bei Bedarf wieder angepasst.

Zahnersatz:

Zahnersatz ist das Mittel der Wahl, wenn die über die Aufbiss-Schiene gewonnene Information auf die neue Bisslage des Patienten letztendlich dauerhaft über festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz auf das Kauorgan übertragen werden soll. Idealerweise werden kleine Keramikteilchen auf die Zähne aufgeklebt, ohne dass die Zähne beschliffen werden müssen. Genauso kann über Kronen und Brücken die Information auf die neue Bisslage übertragen werden.
Die Art und Umfang der Behandlung werden dem Patienten vorher an einem diagnostischen „Wax-up“ gezeigt, wobei die Korrekturen vorab in Wachs dargestellt werden.

Kiefer-Orthopädie:

Bei hauptsächlich gesunden Zähnen kann die über die Aufbiss-Schiene gewonnene Information auf die neue Bisslage des Patienten über Kieferorthopädie dauerhaft übertragen werden.

Eine Kombination dieser 3 Möglichkeiten ist natürlich auch möglich.


Die ideale Lösung für jeden einzelnen Patienten bespricht der Zahnarzt und/oder Kieferorthopäde am Ende der Behandlung (Haltephase) in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten.

Hierbei werden mögliche Alternativen aufgezeigt, die individuellen Wünsche des Patienten Berücksichtigt und der Zeit- und Kostenrahmen der geplanten Behandlung abgesteckt.


Auch über die Erfolgsaussichten, Risiken und über mögliche Rezidive muss der Patient ausführlich aufgeklärt werden.