Schmerztherapie ist interdisziplinär und multimodal!

D.h. für Sie als Schmerzpatient(-in) müssen Ärzte aus den verschiedensten Fachbereichen eng zusammenarbeiten um Ihnen helfen zu können, um für Sie den bestmöglichen Therapieerfolg zu erzielen.

Bei der Therapie der CMD ist die Zusammenarbeit zwischen dem Zahnarzt, dem Orthopäden/Osteopathen und, vor allem bei jugendlichen Patienten, dem Kieferorthopäden von essentieller Bedeutung. Ärzte weitere Fachbereiche müssen bei Bedarf zugezogen werden, z.B. Internist, Augenarzt, HNO-Arzt,… .

 

Die Beschwerden, welche von einer CMD ausgelöst oder verstärkt werden sind vielfältig. Sie reichen von lokalen Schmerzen und Funktionseinschränkungen (z.B. Blockierung der Mundöffnung), bis zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in der Wirbelsäule oder in den Armen und Beinen. Auch eine Beeinflussung des vegetativen Nervensystems ist möglich.

Dr. Gressmann Sprechstunde

CMD – häufigste Krankheitsbilder:

Schmerzen im Kiefergelenk, Ober- und/oder Unterkiefer

Schmerzen, Verspannungen, Blockierungen der Wirbelsäule, insb. im Schulter-Nacken-Bereich, untere Lendenwirbelsäule und der Kreuzdarmbeingelenke (ISG)

Spannungskopfschmerzen, Schwindel

Gesichtsschmerz (auch der atypische Gesichtsschmerz)

Ohrenschmerzen, Tinnitus, Hörminderung

Gelenkbeschwerden

Schnarchen, Schlafstörungen

Schluckbeschwerden, Heiserkeit

Sehstörungen

Wirbelsäulenfehlhaltungen

Funktionelle, scheinbare Beinlängendifferenz

Vegetative Störungen im Bereich der inneren Organe

Oft leiden Patienten mit einer CMD unter Spannungskopfschmerzen (welche nicht selten mit einer Migräne verwechselt werden) oder Schmerzen/Verspannungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule. Gerade in diesen Fällen ist eine ganzheitliche gemeinsame Behandlung von Zahnarzt und Orthopäde/Osteopath notwendig, um die Fehlstellung der Kiefer zueinander zu beheben und damit die Schmerzen des Patienten erfolgreich zu behandeln.

Die Aufbissschiene

Craniomandibuläre Dysfunktion Aufbissschiene

Die Aufbiss-Schiene, die über den Zähnen des Unterkiefers getragen wird, führt über eine veränderte Position des Unterkiefers gegenüber dem Oberkiefer zu einer Veränderung der Stellung der Kiefergelenke. Hierbei wird die Bio-Mechanik unseres Körpers direkt und indirekt beeinflusst.

In unserer interdisziplinären Sprechstunde wird die Schiene in regelmäßigen Abständen kontrolliert und fortlaufend an den Fortschritt der Therapie angepasst.

Viele kleine Schritte sind notwendig, um eine CMD zu behandeln, den möglichen Erfolg zu sichern. 

 

Physiotherapie (Krankengymnastik), Eigentraining des Patienten und vor allem eine sinnvolle Sportausübung helfen die Bewegungsabläufe und die Körperstatik wieder zu verbessern.

Ziel der Behandlung

ist es den Unterkiefer zum Oberkiefer in eine geänderte, neutrale Position zu bringen, so dass selbst bei einem sehr festen Biss keine negativen Einflüsse mehr auf z.B. die Wirbelsäule oder andere wichtige, sehr empfindliche Strukturen im Kopfbereich übertragen werden.


Schulmedizin und komplementäre Schmerztherapie stehen in keinem Widerspruch, sondern ergänzen sich, richtig angewandt, in idealer Weise; sie zeigen oft neue Wege auf, auch in der Behandlung chronischer Schmerzen. 


Störungen, krankhafte Veränderungen der Funktion unserer Wirbelsäule, der Muskulatur und unserer Gelenke mit dem Kapsel-Bandapparat, verursachen meist nicht nur lokale Beschwerden und Schmerzen, sondern haben einen erheblichen Einfluss auf den ganzen Körper des Menschen. Schmerzhafte Schonhaltungen, Veränderungen des Gangbildes oder ganzer Bewegungsabläufe können auch zu Schmerzen in anderen, weit entfernten Abschnitten unseres Körpers führen.

Je nach dem Ort der ersten Schädigung einer Struktur und/oder Störung einer z.B. Gelenkfunktion breitet sich diese nach oben oder nach unten aus.